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Glam-Metal und Dreckspunk – wie kann das eigentlich zusammen passen? Specimen geben die Antwort.
Schon die Bandgründung, 1981 in Bristol / England, stand unter einem schrägen Stern. Jon Klein erholte sich gerade von einem Unfall, während Ollie Wisdom von einem neunmonatigen Aufenthalt in Zentral-Afrika zurückkehrte. Gefahr scheuten also beide nicht, was sich auch in ihrem, nennen wir ihn unorthodoxen Kleidungsstil widerspiegelte.
Nach Rausschmissen und lebenslangen Hausverboten in nicht wenigen Clubs entschieden sie, dass es wohl an der Zeit wäre, die Londoner Gig-Szene ordentlich aufzumischen.
Darum eröffneten sie den „Batcave Club“, in einer der schäbigsten Locations des Londoner Soho Districts. Mit makaberem Kabarett, alten Super-8-Filmen und Künstler-Auftritten, von Alien Sex Fiend bis Marc Almond, wurde das Ganze ein Mega-Erfolg. Heute quasi überall bekannte Slogans, wie „I’m wearing DARK unterpants“ oder „Blasphemy, Lechery and Blood“, kommen direkt von dort.
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Nachdem Jon und Ollie Jonny Slut im Batcave aufgelesen und sich einige der Klamotten ihrer Freundinnen unter den Nagel gerissen hatten, beschlossen sie, den Club nach New York zu verlegen. Zwei Floors der ‚Danceteria’ wurden dafür in höllische Irrgärten mit 3D-Sets, reichlich Trockeneis-Nebel und Special Effects verwandelt. Ein Labelvertrag folgte und eine mehr als chaotische Tour, die mit vorgehaltenen Waffen und der Frage „Are you man enough to wear make up?“ endete.
1984. „Kiss Kiss Bang Bang“ war bereits ein Dancefloor-Klassiker geworden, doch Streitigkeiten zwischen Specimen und verschiedenen Labels zerbrachen auch die Band im Inneren. Und so trennten sich die Gründungsmitglieder - dies jedoch im Guten. Ollie spielte als Specimen einige Shows in den USA, bevor er zu Trance-Musik überwechselte, während Jon den Gitarrist für Siouxsie and the Banshees machte und Jonny Slut mit Ademski zusammenarbeitete und später als Elektro-DJ agierte. Die ursprünglichen Specimen schienen gestorben zu sein.
Doch 2006 sollte DAS Schlüsseljahr werden. Jon Klein wurde als Gast in eine Show in San Fransisco eingeladen, bei der auch die Ex-Specimen-Mitglieder Tim Huthert und Kimba, sowie T.bias und Stephan X zugegen waren. Man fand sich zusammen und Jon arbeitete daran, neue und alte Freunde auf einen Nenner zu bringen. Es gelang ihm und das anschließende Album „Metal Glam Punk Sleaze“ wirkte wie eine Rundreise auf den Lebenswegen der Künstler, durch die Musik und die unterschiedlichen Szenen, die sie über die Jahre geprägt hatten.
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